Impuls für Donnerstag, 12.10.2023

Losung
Steh mir bei, HERR, mein Gott! Hilf mir nach deiner Gnade.
Psalm 109,26

Lehrtext
Als er aber den starken Wind sah, erschrak er und begann zu sinken und schrie: Herr, rette mich! Jesus aber streckte sogleich die Hand aus und ergriff ihn und sprach zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?
Matthäus 14,30-31

Impuls für den Tag
Die heutige Losung thematisiert die Gnade Gottes und unsere Bitte darum. Seine Gnade soll unsere Rettung sein. Seine Gnade ist grenzenlos. So stehen wir im Leben häufig vor für uns unüberwindbar scheinenden Problemen und glauben, nicht das nötige Verständnis bei unseren Mitmenschen zu finden. Nicht so jedoch bei unserem Herrn Jesus Christus. Zu ihm können wir stets kommen und stets bei ihm Zuflucht finden. Im Lehrtext wird beschrieben, dass Petrus‘ Angst, ausgelöst durch den starken Wind über dem See Genezareth, ihn an Gottes Gnade zu ihm zweifeln lässt. Dennoch zeigt er uns, wie wir Christen uns verhalten sollen. Er kehrt nicht um und sucht Hilfe bei seinen Kameraden oder beginnt damit, sich in Panik selbst retten zu wollen. Er blickt auf Jesus und bittet ihn um Hilfe. Und Jesus? Er streckt seine Hand aus, um ihn zu ergreifen und rettet ihn. So wird Jesus auch uns aus aller Gefahr, jeder ausweglos scheinenden Situation und Ungewissheit retten, wenn wir nur den Mut aufbringen, ihn um Hilfe zu bitten.
Lasst Gottes Gnade auch unsere Rettung sein und lasst uns zulassen, dass er uns nach dieser hilft.

Marie Wolf, Dresden

Impuls für Mittwoch, 11. Oktober 2023

Losung
IHERR, du bist der Armen Schutz gewesen in der Trübsal, eine Zuflucht vor dem Ungewitter, ein Schatten vor der Hitze, wenn die Tyrannen wüten.
Jesaja 25,4

Lehrtext
Immerfort werden wir, die wir doch leben, um Jesu willen in den Tod gegeben, damit auch das Leben Jesu an unserem sterblichen Fleisch offenbar werde.
2.Korinther 4,11

Impuls für den Tag

Armut, Trübsal, Ungewitter, wütende Tyrannenƒ
Da hat man nun beim Lesen der Tageslosung etwas Aufbauendes erwartet. Und was findet man? Schockierende Dinge in geballter Ladung, die alles andere als Mut machend sind. Sollte Gott uns denn nicht eigentlich vor solchen Katastrophen bewahren? Warum tut er es so oft nicht? Im Lehrtext setzt der Apostel Paulus sogar noch eins drauf: Immerfort werden wir in den Tod gegeben. Warum?
Ehrlich müssen wir zugeben: Eine erlösende Antwort gibt es nicht. Zumindest noch nicht. Denn die kann allein Gott geben. Man spürt diese Antwort mitunter im Nachhinein. Spätestens aber einmal bei Gott im Himmel. Bis dahin aber leben wir in einer zwar wunderschönen aber nicht heilen Welt. Zu dieser Welt und diesem Leben gehört leider auch viel Schweres. Mitunter unvorstellbar Schweres.
Doch wenn wir bei diesen Gedanken stehenbleiben, haben wir die Losung nur halb gelesen. Schutz, Zuflucht, Schatten … Gott hat geholfen und getragen. Durch die Katastrophen hindurch. Wie schnell vergisst man es nur! Diese beschriebene Nähe Gottes gilt auch heute für uns. Und das baut dann wirklich auf für den Tag und macht Mut!

Stefan Gneuß, Hainichen

Impuls für Dienstag, 10. Oktober 2023

Losung
Ich will in dir übrig lassen ein armes und geringes Volk; die werden auf des Herrn Namen trauen.

Lehrtext
Was gering ist vor der Welt und was verachtet ist, das hat Gott erwählt, was nichts ist, damit er zunichtemache, was etwas ist, auf dass sich kein Mensch vor Gott rühme.
1. Korinther 1,28-29

Impuls für den Tag

Gesehen und gesegnetAn einem Abend saß in der Senne bei Bethel einbesonders schlimmer Bursche in der Ecke, als wollteer wieder neue Schandtaten ausbrüten. DasSchweigen fiel dem Hausvater auf. Auf seine Frageantwortete ihm der Junge folgendes: Ich bin heuteim Garten des Eichenhofs Vater Bodelschwinghbegegnet, als er gerade im Rollstuhl spazierengefahren wurde. Als er mich sah, winkte er michheran. Was hat er zu dir gesagt? fragte derHausvater. Er hat gefragt, wie ich heiße und aufwelchem Hof ich sei. Und dann hat er mir seine Handaufs Haupt gelegt und gesagt: ,Ich segne dich imNamen Jesu. Der Junge weinte, als er sagte: Ich binin meinem Leben viel herumgestoßen worden, habePrügel über Prügel bekommen, aber nie hat einergesagt: Ich segne dich im Namen Jesu. Später ging er weg. Sie hörten nichts von ihm und vermuteten, er sei wieder auf den alten Weg gekommen. Dann schrieb er: Hausvater, Sie müssen nicht denken, ich habe gestohlen. Ich vergesse nicht, dass mirzugesprochen wurde: „Ich segne dich im Namen Jesu.
(Autor unbekannt)

Diemut Scherzer, Hainichen

Impuls für Montag, 9. Oktober 2023

Losung
Unrecht Gut hilft nicht; aber Gerechtigkeit errettet vom Tode.
Sprüche 10,2

Lehrtext
Zachäus sprach zu Jesus: Siehe, Herr, die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück.
Lukas 19,8

Impuls für den Tag

Aus der Zeit des kalifornischen Goldrausches ist folgende Geschichte überliefert: Eine Familie, besessen von der Illusion, steinreich zu werden, verkaufte ihr Haus und schloss sich dem Treck der Glücksritter an. Das Goldfieber hatte auch sie angesteckt. Die Jagd nach dem schnellen Reichtum trieb sie an. Aber es ging ihnen genauso, wie den meisten anderen Goldsuchern: Das Startkapital war schnell verbraucht; die Hoffnung auf den sagen- haften Fund erfüllte sich nicht. Enttäuscht und verarmt trat auch diese Familie irgendwann die Reise in die Heimat an. Aber als sie das Grundstück erreichten, was ihnen früher gehört hatte, trauten sie ihren Augen kaum. Das gesamte Gelände war umzäunt und mit bewaffneten Posten gesichert. Sie erkundigten sich, was das zu bedeuten hätte. ŒWisst Ihr das nicht? Auf diesem Grundstück ist eine große Goldader gefunden worden. Hier liegt soviel Gold, daß der neue Besitzer schon jetzt der reichste Mann weit und breit ist!“ Wer für Geld, Besitz und Wohlstand lebt, steht irgendwann als der große Verlierer da. Geiz ist nicht geil. Geiz ist tödlich. Er ruiniert unser Leben. Wer Jesus nachfolgt, entdeckt: Ich bin reich! So reich, daß ich mit dem, was mir anvertraut wurde, andere segnen kann.

Reinhard Pilz, Hainichen

Impuls für Sonntag, 08. Oktober 2023

Losung
Das Los ist mir gefallen auf liebliches Land; mir ist ein schönes Erbteil geworden.
Psalm 16,6

Lehrtext
Gott kann machen, dass alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich seid zu jedem guten Werk.
2.Korinther 9,8

Impuls für den Tag

Der Journalist Tilmann Prüfer flog nach Tansania, auf den Spuren seines Urgroßvaters. Der war Missionar in Dörfern um den Kilimandscharo. Er selber hat überhaupt keine Beziehung zu Kirche und Glauben. Nun taucht er tief ein in die Geschichte seines gläubigen Vorfahren. Er besucht Gemeinden, die dieser gegründet hat, und wird dabei von einem einheimischen Pastor begleitet.
Dabei macht er eine interessante Beobachtung. Er schreibt: ŒIch habe mich schon daran gewöhnt, dass man in Gegenwart eines afrikanischen Geistlichen eigentlich ständig betet. Man betet vor dem Essen und wenn man andere Menschen trifft, man betet spontan, indem man Gott für den schönen Tag dankt, dafür, dass man etwas zu essen hatteƒDas ist ungewohnt, aber bald merkt man, was die Betenden davon haben. Nämlich viel mehr vom Leben. Ein Tag besteht aus lauter erfüllten Wünschen. Ein sicheres Ankommen am Ziel ist für afrikanische Christen ein erhörtes Gebet. ŒDer Westler erzählt entrüstet, wenn er im Stau gestanden hat, der Afrikaner dankt Gott für den erfolgreich zurückgelegten Weg. Man feiert praktisch den ganzen Tag das Leben. (Der heilige Bruno(S. 156)). Ob wir von Afrika lernen?

Renate Henke; Meißen

Impuls für Samstag, 07. Oktober 2023

Losung
Elia betete: Erhöre mich, HERR, erhöre mich, dass dies Volk erkenne, dass du, HERR, Gott bist und ihr Herz wieder zu dir kehrst!                                                                                                                                     1.Könige 18, 37

Lehrtext                                                                                                                                                                                          Jesus sprach zu Petrus: Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre; und du, wenn du dann umkehrst, stärke deine Brüder.                                                                                                                      Lukas 22,32

Impuls für den Tag

Gerade komme ich aus dem Kino aus einem Film, der mich sehr bewegt hat „Philipp Mickenbecker – Real Life“. Der Film berichtet über die Krebserkrankung und den Tod des 23 Jährigen Youtube-Stars. In diesem spricht er offen über seinen Glauben, seine Zweifel, seine Gebete und sein Getragen werden. Seine Freunde, die für seine Gesundheit und Heilung beten. Über Wunder, die dann doch ganz anders sind als erwartet. Ein klares Zeugnis eines Glaubenden.
Martin Luther sagte: „Bete, als ob alles Arbeiten nichts nützt und arbeite, als ob alles Beten nichts nützt.“ Im Gebet liegt eine besondere Kraft inne, diese wird in unserer Zeit oft belächelt. Unter dem Motto ‚Hat dir der liebe Gott geholfen?‘ Dabei ist es eine einfache Übung, im Alltag mal inne zu halten und zu beten. Zeit dazu findet man dazu allemal und dann beginnt die Veränderung, zunächst bei mir selbst und diese strahlt dann aus.
Wie geht es ihnen, wenn sie erfahren, dass für sie gebetet wurde?
Amen

Martin Creutz, Döbeln

Impuls für Freitag, 06. Oktober 2023

Losung
Gehorcht meiner Stimme, so will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein.
Jeremia 7,23

Lehrtext
Jesus spricht: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger.
Johannes 8,31

Impuls für den Tag

Worte haben Macht. Sie können ermutigen oder entmutigen, aufbauen oder einreißen, fröhlich machen oder traurig, erheben oder niederdrücken… Welchen Worten schenke ich Gehör im Stimmengewirr meines Alltags? Diese Worte werden mich für den Rest des Tages oder auch der Woche und womöglich noch viel länger prägen – positiv oder negativ. Und je nachdem welche Worte ich höre und in mein Herz lasse: sie beeinflussen meine Stimmung, meine Gefühle und auch, was ich über mich und über andere denke – und schließlich durch meine Worte, mein Verhalten und meine Taten spiegele. Es ist also keinesfalls egal, was ich an mich heran- und in mich hereinlasse!

Bevor ich mich also dem Stimmengewirr aussetze, möchte ich mir immer wieder bewusst eine Zeitlang Stille gönnen, damit ich Gottes leise Stimme hören kann. Und dann erlebe ich, wie Sein Wort mich befreit von der Macht anderer Worte, die auf mich einprasseln. Denn der Satz aus Johannes 8,31 hat am Ende keinen Punkt sondern geht so weiter: „…und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ Amen.

Almut Bieber, Arnsdorf

Impuls für Donnerstag, 05. Oktober 2023

Losung
Von all dem Guten, das der HERR dem Haus Israel zugesagt hatte, war nichts dahingefallen; alles war eingetroffen. (Josua 21,45)

Lehrtext

Alles Volk freute sich über alle herrlichen Taten, die durch Jesus geschahen. (Lukas 13,17)

Impuls für den Tag

Im Sommer ist oft ŒSauregurkenzeit. So habe ich Zeit für Dinge, die schon lange mal erledigt werden müssen. Im Pfarrhaus wartete längst ein Zimmer auf frische Farbe an den Wänden und auf neue Möbel. Also räumte ich den Raum leer, strich die Wände weiß und kaufte neue Regale. Nach drei Tagen war das Zimmer nicht wieder zu erkennen. Aus einem Abstellraum wurde ein Gemeinderaum. Zufrieden sah ich mir meine ŒFerienarbeit an. Es ist schon etwas anderes als die sonstigen, meist unsichtbaren Schreibtischarbeiten mit Anträgen, Formularen, Bau- und Haushaltsplänen.
Jesus hat zwar keine Räume renoviert, zumindest steht davon nichts in der Bibel. Aber auch er hat sichtbare Dinge getan. Er hat Menschen in ihrer Not gesehen, hat sie geheilt und damit wieder mitten in das Leben gestellt.
Das sollte uns ein Vorbild sein. Wir können anderen viel über unseren Glauben erzählen. Doch er entfaltet sich erst dann so richtig, wenn wir sichtbare und greifbare Dinge für unsere Mitmenschen tun. Nehmen wir uns die Zeit dazu!

Pfr. Heiko Jadatz (Roßwein)

Impuls für Mittoch, 04. Oktober 2023

Losung
Der HERR, dein Gott, führt dich in ein gutes Land, darin Bäche und Quellen sind und Wasser in der Tiefe.
5. Mose 8,7

Lehrtext
Gott hat sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt.
Apostelgeschichte 14,17

Impuls für den Tag

Unser Land ist nicht perfekt. Aber es ist ein gutes Land. Wir haben seit Jahrzehnten eine stabile Demokratie. Wir können anderer Meinung sein als die Regierung und dürfen das öffentlich sagen, ohne dafür Gefängnis oder Schlimmeres befürchten zu müssen. Wir können unseren Glauben an Jesus Christus frei leben. Wir können Kirchengebäude bauen oder sanieren. Als christliche Kirchen können wir an staatlichen Schulen Religionsunterricht geben und haben Möglichkeiten, in den Medien vorzukommen. Wir sind auch ein reiches und ein soziales Land. Gute medizinische Versorgung ist für alle in erreichbarer Nähe. Bildung ist möglich. Im Notfall gibt es ein Netz von Feuerwehren und Technischen Hilfswerken. Krankenwagen kommen zu uns nach sehr kurzer Zeit, wenn man sie braucht. Ich könnte noch viel mehr aufzählen. Und ja, es gibt in unserem Land echte und tiefgreifende Probleme, die ich nicht kleinreden oder ignorieren möchte. Aber ich bin dankbar, in diesem Land leben zu dürfen. Es ist ein Privileg, was man schnell als selbstverständlich ansieht. Als Christen dürfen wir uns für unser Land einsetzen und beten. Amen.

Jörg Matthies, Marbach

Impuls für Dienstag, 03. Oktober 2023

Losung
Bewahre mich, Gott; denn ich traue auf dich.  Psalm 16, 1

Lehrtext
Führe uns nicht in Versuchung.
Matthäus 6, 13

Impuls für den Tag

Vor Jahren warb eine angesagte Schokoladenmarke mit den Worten: Œƒdie zarteste Versuchung, seit es Schokolade gibt. Nun, dieser Versuchung kann ich ganz gut widerstehen, obwohl ich Schokolade durchaus mag. Die Werbung lebt davon, dass vom Kaugummi bis zur Fußcreme alles in den schönsten Farben beworben wird mit dem Ziel, es gut zu verkaufen. Und wir als Kunden sind doch oft versucht darauf zu vertrauen dass es stimmt, was uns da erzählt wird. Werden wir enttäuscht, hält sich der Schaden meist in Grenzen und wir haben dazu gelernt. Es gibt Zeiten im Leben, da ist unser Vertrauen ganz und gar gefordert. Wenn Paare heiraten, dann mit dem Versprechen füreinander da zu sein in guten wie in schlechten Tagen. Da geht es nicht darum einen Vorteil für sich zu bekommen. Es geht um einen großen Vertrauensvorschuss: Wir sind füreinander da, egal was kommt. Der Preis kann hoch sein. Der Gewinn ist größer, nämlich das Wissen und die Hoffnung nicht allein zu sein, und auch schwere Wege miteinander zu schaffen.
Bewahre mich, Gott; denn ich traue auf dich.
Das ist wie so ein Eheversprechen. In guten wie in schlechten Tagen bist du da, Gott. Und das ganz
kostenlos. Darauf vertraue ich.

Bezirkskatechetin Angelika Schaffrin, Marbach