Impuls für Montag, den 30.1.2023

Losung
Der HERR, unser Gott, hat uns behütet auf dem ganzen Wege, den wir gegangen sind.
Josua 24,17

Lehrtext
Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
Matthäus 28,20

Impuls für den Tag

Manches Mal hat das Alter auch Vorteile:
Ein Mensch darf zurückblicken auf sein Leben und dabei erzählen, wo er Gottes gute Führung und Bewahrung erlebt hat. Vorausgesetzt natürlich: er hat sein Leben vertrauensvoll in Gottes Hand gelegt und ihn um Wegweisung gebeten.
Dazu ist es nie zu spät.
Ich kann nur jedem und jeder raten: Vertrau dich Gottes Führung an.
Jesus hat damals seinen Jüngern zugesagt: Ich bin bis zum Ende der Welt bei euch. Natürlich ist Jesus nicht physisch bei uns. (Durch seinen Heiligen Geist ist er neben uns, hinter uns, über uns  und in unseren Leben, wenn wir ihn dazu einladen.
Doch zurück zu Israel und dem Leben unter Gottes Führung: Dass Gott sein Volk machtvoll und unter Zeichen und Wunder aus Ägypten aus der Sklaverei herausgeführt hat, ist DIE Rettungserfahrung für alle Juden.
Auch nach etwa 3500 Jahren loben sie Gott für seine Rettung aus der Knechtschaft. Sie feiern diese Rettung im Passafest so, dass jeder sich vorstellen kann: Ich war mit dabei, ich wurde gerettet. (Ob wir uns auch erinnern und dankbar dabei sind?

Renate Henke, Meißen

Impuls für Sonntag, den 29.01.2023

Losung
HERR, Gott Zebaoth, tröste uns wieder; lass leuchten dein Antlitz, so ist uns geholfen.
Psalm 80,20

Lehrtext
Unser Gott ist voll Liebe und Erbarmen; er schickt uns den Retter, das Licht, das von oben kommt. Dieses Licht leuchtet allen, die im Dunkeln sind.
Lukas 1,78-79

Impuls für den Tag

An einem Herbsttag in meiner Jugendzeit hatte ich mich mit einem Klassenkameraden verabredet. Wir wollten in der sächsichen Schweiz im Freien übernachten, um am nächsten Morgen ein paar Felsen zu beklettern. Handys gab es noch nicht, der Treffpunkt, der ausgemacht war, wurde jedoch verfehlt. Nach einiger Zeit des Wartens – es war schon dunkel geworden – beschloss ich nach Hause zu gehen. Für den bekannten Weg würde ich ca. eine Stunde brauchen. Rechts und links vom Weg waren an den Hängen die Hirsche aktiv mit ihrer Brunft beschäftigt und brüllten kräftig. Der Mond war mittlerweile aufgegangen und leuchtete mir. Dankbar konnte ich unter dem Mondlicht meinen Schritt beschleunigen. So kam ich schnell und sicher nach Hause. Dort wurde ich von meiner Familie nebst dem Klassenkameraden erwartet.
So erleben wir Licht im Dunkeln als etwas Kostbares, Hoffnung bringendes und Stärkendes. Gott sendet uns immer wieder ein Licht, das für uns die Rettung ist. Wenn wir im Dunkeln sind, können wir uns dank dieses Lichtes orientieren. Dann bekommt das Heimleuchten eine ganz andere Bedeutung.
Gottes Segen für diesen Tag.

Martin Creutz, Döbeln

Impuls für Samstag, den 28.01.2023

Losung
David antwortete: „Du trittst gegen mich an mit Säbel, Spieß und Schwert. Ich aber komme mit dem Beistand des HERRN, des Herrschers der Welt, des Gottes, dem das Heer Israels folgt und den du verhöhnt hast.“
1.Samuel 17,45

Lehrtext
Richtet euch nicht länger nach den Maßstäben dieser Welt.
Römer 12,2

Impuls für den Tag

„Das machen doch alle so“ oder „Wir werden doch auch nach Strich und Faden beschissen“ sind oft gebrauchte Argumente, wenn es darum geht, seinen eigenen Vorteil zu suchen und sich irgendwie mit kleinen oder großen Tricks und Betrügereien durchzumogeln. Oder auch der Satz „So bin ich eben, ihr müsst mich so nehmen wie ich bin“ wird gern gebraucht, um sich vor Veränderung zu drücken.

Paulus hält solchen Bequemlichkeiten entschieden dagegen und schreibt weiter: „…sondern lernt, in einer neuen Weise zu denken, damit ihr verändert werdet und beurteilen könnt, ob etwas Gottes Wille ist – ob es gut ist, ob Gott Freude daran hat und ob es vollkommen ist.“

Als Christen dürfen wir unabhängig von gesellschaftlicher Meinungsmache und vom Zeitgeist sein und müssen nicht jeden Trend mitmachen. Der einzig gültige Maßstab, nach dem wir unser Denken und Handeln ausrichten sollen ist Gottes Wille.

Übrigens: Im griechischen Urtext steht für „verändern“ das Wort Metamorphose – also ein grundlegender Verwandlungsprozess, dem wir uns aussetzen dürfen. Und nichts benötigt unsere Welt dringender als Menschen, die den Mut haben anders zu sein und ihre Umwelt positiv zu prägen.

Almut Bieber, Striegistal

Impuls für Freitag, den 27.01.2023

Losung
Der Gerechte ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht.
Psalm 1,3

Lehrtext
Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung, erfüllt mit Frucht der Gerechtigkeit durch Jesus Christus zur Ehre und zum Lobe Gottes.
Philipper 1,9.11

Impuls für den Tag

Seit beinahe einem Jahr wird nun in der Ukraine gekämpft. Zehntausende Menschen verloren seitdem ihr Leben. Ebenso viele wurden verletzt oder trauern um ihre Lieben. Außerdem wurden Werte zerstört und mit Füßen getreten. Leider gibt es nicht nur Krieg in der Ukraine. Und es gibt nicht nur Krieg, der mit Armeen ausgetragen wird. Krieg findet überall statt. Gewalt kann sogar mit Worten ausgeübt werden. Es ist wirklich verrückt: Immer wieder meinen Menschen, Gewalt sei ein legitimes Mittel, um Konflikte zu lösen. Das ist es aber nicht. „Der Weg der Gewalttätigen führt in den Untergang.“ Mit diesem Wort endet der Psalm, aus dem unsere heutige Losung stammt. Dagegen lohnt es sich offensichtlich, gerecht zu leben und nicht den Weg der Gewalt zu gehen. Frucht, die zur rechten Zeit wächst und Blätter, die nicht verwelken sind die Folge. Beten wir, dass Gewalttäter wie Putin gestoppt werden. Und hören wir das Wort der heutigen Losung auch für uns als Ermahnung, dass Gewalt keine Lösung ist. Amen.

Jörg Matthies, Marbach

Impuls für Donnerstag, den 26.11.2023

Losung
Du erfreust mein Herz mehr als zur Zeit, da es Korn und Wein gibt in Fülle. (Psalm 4,8)

Lehrtext
Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist.
(Römer 14,17)

Impuls für den Tag

Kaffee und Kuchen aus dem Kofferraum … das gehört dazu, wenn wir zur Familienrüstzeit auf Wanderschaft gehen. Auf halber Strecke steht auf dem Parkplatz eines der Autos und mit geöffneter Heckklappe wird eine kleine Stärkung angeboten. Diese kurze Wanderpause hat etwas Geselliges. Zwischen Bibelarbeiten, Andachten und thematischen Runden reiht sich die Wanderung mit Kaffeepause ein und sorgt für ein fröhliches Miteinander.
ŒAlles nicht so wichtig! schreibt Paulus im Römerbrief. Essen und Trinken steht in Gottes Reich nicht im Vordergrund. Sondern es kommt darauf an, wie ich mit anderen umgehe. Friedlich, gerecht und fröhlich soll es da zugehen. Nun schließt das eine ja das andere nicht aus. Zumindest geht es beim ŒKofferraum-Café immer sehr fröhlich zu, friedlich und nicht zuletzt wird auch gerecht geteilt. So ist es wohl mit Gottes Reich: um Essen und Trinken muss ich mich nicht sorgen, aber für Frieden, Gerechtigkeit und Freude soll ich jederzeit Sorge tragen. Amen.

Pfarrer Heiko Jadatz (Roßwein)

Impuls für Mittwoch, den 25.01.2023

Losung
Gerechtigkeit führt zum Leben, aber dem Bösen nachjagen führt zum Tode.                                            Sprüche 11, 19

Lehrtext
Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.
Matthäus 5, 6

Impuls für den Tag

Max Lucado hat eine wunderschöne Geschichte geschrieben. Sie handelt von den Wemmicks, einem Volk von Holzpuppen, die in einem kleinen Dorf zusammenleben. Gemacht hat sie alle der Holzschnitzer Eli. Diese Wemmicks verbringen ihren Tag damit, sich gegenseitig goldene Sterne für besondere Leistungen anzuheften. Für Fehler gibt es graue Punkte. Punchinello, ein kleiner Wemmick bekommt nur graue Punkte. Darüber ist er sehr unglücklich und wird immer einsamer. Doch dann besucht er Eli den Holzschnitzer. Eli schaut ihn liebevoll an: Œ“Es ist egal was die anderen denken.“, sagt er, Œ“Wer sind sie denn?! Sie sind Wemmicks genau wie du. Wichtig ist nur, was ich denke, denn ich habe dich gemacht.“ Manchmal geht es mir wie Punchinello. Dann lass ich mich unter Druck setzen von anderen oder auch von mir selbst. Dabei muss ich gar nicht allen gerecht werden. Gott reicht und er freut sich wenn ich seine Nähe suche, denn er sieht meine kleinen und großen Fehler relativ entspannt. Sie sind bereits mit eingeplant. Manchmal wird daraus sogar noch etwas Gutes. Das macht mir Mut. Und schwupp fallen auch bei mir die ersten grauen Punkte ab, so wie bei Punchinello.

Bezirkskatechetin Angelika Schaffrin aus Marbach

Impuls für Dienstag, den 24.01.2023

Losung
Der Höchste ist deine Zuflucht.
Ps 91,9

Lehrtext
Jesus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!
Joh 14,1

Impuls für den Tag

Das sagt Jesus gleich zu Beginn seiner ŒAbschiedsreden seinen Jüngern. An deren Ende bekräftigt er es noch einmal: ŒIn der Welt habt ihr Angst…
Ja, die Angst gehört allgegenwärtig zu unserem Leben: Jesus äußert es hier so selbstverständlich wie es ist. Ständig wähnen wir uns in Gefahr, bis ins Mark, mitunter tödlich erschrocken, gründlich verunsichert, voller Fragen, immer zweifelnd, unentwegt suchend und voller Unruhe.
Woher nur rührt das? Ich denke, grundsätzlich stets aus der Endlichkeit unseres Daseins. ŒDer Tod ist groß. Wir sind die Seinen… … das treibt uns um, das erschüttert uns, wir spüren unwillkürlich, dass unser irdisches Leben auf tönernen Füssen steht, dass alles Planen, Optimieren, alles ŒSchneller, Höher, Weiter, Länger, Reicher, Jünger… uns nichts nützt.
Dabei: Wo wir auch hinrennen … Gott ist schon da! Wie tief wir auch fallen … Gott ist schon da! Wie finster es in uns werden mag … Gott ist auch da! Und wenn wir heute oder morgen sterben müssten … Gott ist schon da!
Einfach nur innezuhalten und zu vertrauen: ŒDer Höchste ist deine Zuflucht! … Œ…seid getrost, ich habe die Welt überwunden.

Und alles ist gut…

Friedemann Neef, Roßwein

Impuls für Montag, den 23.01.2023

Losung
Lass mich nicht zuschanden werden, denn ich traue auf dich!
Psalm 25,20

Lehrtext
Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet.
Matthäus 7,25

Impuls für den Tag

Es war gerade am vergangenen Sonntag Thema der Predigt: „Ich schäme mich nicht.“ sagt Paulus da. Es gäbe wohl Grund dazu, denn er hat es bisher einfach noch nicht nach Rom geschafft – bei all den Reisen und Besuchen, die er abzuarbeiten hatte. Dabei wäre es doch wichtig gewesen, dass gerade die Metropole Rom auch von der guten Nachricht hört, die Paulus in der Welt verkündete – aber er hatte es einfach noch nicht geschafft. So ist das eben manchmal. Noch nicht dazu gekommen; nicht geschafft; einfach zu viel gewesen. Kann schon passieren. Kenne ich auch – nur zu gut.
Und Gott weiß und kennt das auch. Jesus hat es selbst erlebt. Und ich bin im Scheitern nicht allein. Sondern ich darf aus dem Glauben Kraft schöpfen, die gegen das Scheitern in der Welt und in meinem Leben hilft und hält – wie fester Grund unter den Füßen, wenn Wasser und Winde kommen. Vertrauen braucht es dazu. Auf einen Gott, der mich lieb hat, auch wenn ich nicht alles schaffe, was ich mir vornehme. Aber dann kann ich zumindest darauf hoffen, dass er aus dem Bisschen, was ich schaffe, das Beste machen wird. Und das ist eine Hoffnung, für die ich mich ganz bestimmt nicht schämen muss!

von Pfarrer Sebastian Schirmer aus Bockendorf

Impuls für Sonntag, den 22.01.2023

Losung
Dir, HERR, ist niemand gleich; du bist groß, und dein Name ist groß, wie du es mit der Tat beweist.
[Jeremia 10,6]

Lehrtext
Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.
[1.Korinther 3,11]

Impuls für den Tag

Als Kind habe ich auf Rüstzeiten im Schniewindhaus in Schönebeck gerne das Lied ŒGott ist groß, Gott ist groß, Gott ist größer als wir denken. Gott ist größer als wir, Gott ist viel Tausendmal größer als wir. gesungen; ein kurzes Lied mit einer einprägsamen einfachen Melodie. Beim Lesen der heutigen Losung musste ich sofort an dieses Lied denken, in dem unser Glaube steckt. Glauben heißt Vertrauen. Viele Menschen vertrauen leider nur darauf, was logisch erscheint, was erklärbar ist. Wieder viele wollen so gern vertrauen … aber da stehen oft die Zweifel im Weg. Wir müssen nicht alles erklären. Wir können uns auf IHN verlassen und darauf vertrauen, dass Jesus das Beste für uns bereithält. Ich kann mit dem Eingreifen Jesu immer rechnen … heute, morgen, ja an jedem Tag. Vielleicht wird es anders, als ich es wünsche.
Unser Lehrtext ergänzt: Jesus selbst ist das starke Fundament und die wahre Grundlage unseres Glaubens durch seine Erlösung am Kreuz für uns.
So lasst uns auch heute wieder in den fröhlichen Jubel des Kinderliedes ŒGott ist groß, Gott ist groß, Gott ist größer als wir denken. Gott ist größer als wir, Gott ist viel Tausendmal größer als wir. mit einstimmen. Amen

Thomas Meyer, Roßwein

Impuls für Samstag, den 21.01.2023

Losung
Ich bin nackt von meiner Mutter Leibe gekommen, nackt werde ich wieder dahinfahren.
Hiob 1,21

Lehrtext
Zieht an den Herrn Jesus Christus.
Römer 13,14

Impuls für den Tag

Da wird im Süden des Oman in einer verlassenen Gegend in einem Mausoleum bei Salalah das Grab des Hiob gezeigt. Es gibt kaum Anhaltspunkte, dass dort Hiob tatsächlich begraben liegt, aber das Symbol scheint wichtig zu sein: Gott rehabilitiert Hiob für das, was ihm genommen wurde, lässt ihn auch wieder glücklich leben, aber den Weg allen Irdischen muss er trotzdem gehen. Hiob ist Realist, wenn ich diesen Vers der heutigen Losung betrachte. Nichts und niemand bleibt ewig auf dieser Erde. Wo auch immer: Nach allem Festhalten an Gott wird Hiob in ein Grab gelegt. Anfang und Ende hat Gott in seiner Hand. Wie trostlos mag das erscheinen, dass nichts bleibt am Ende außer einem Grab und bei bedeutenden Menschen vielleicht die Erinnerung.
Aus diesem Dilemma der Vergänglichkeit allen menschlichen Lebens führt uns der Vers aus dem Römerbrief heraus. Gott schenkt Leben und lässt es vergehen. Und dann werden wir neu eingekleidet, sagt Paulus. Mit neuem Gewand stehen wir vor Gott jenseits unserer Gräber. Das ist unser Glaube und unsere Hoffnung.

Dekan Michael Karwounopoulos/ Bad Urach