Impuls für Samstag, 11. Juli 2026
Losung
Seid stille und erkennet, dass ich Gott bin!
Psalm 46,11
Lehrtext
Die aber im Boot waren, fielen vor Jesus nieder und sprachen: Du bist wahrhaftig Gottes Sohn!
Matthäus 14,33
Impuls für den Tag
Haben sie eine Stunde Null? Die gibt es doch nicht. Oder? Ich denke schon, nur nehmen wir diese auch als solche wahr?
Meine Stunde Null ist leicht beschrieben. Ich sitze mit einer Tasse Kaffee auf der Terrasse und halte einen Moment Ruhe. Häufig lese ich den Impuls für den Tag, dabei freue ich mich über die Gedanken, die sich die schreibende Person gemacht hat. Ruhe bei der ich in mich hinein hören kann und auf meinen Gott hörend zugehe. So ging es mir auch auf dem Salzkofel in Kärnten. In einer Hütte hatten wir übernachtet und der Gipfel war eine Stunde straffe Wanderung mit 500 Höhenmetern entfernt. Auf dem Weg nach oben folgte ich einem Pfad und wurde mit jedem Schritt ruhiger. Oben angekommen waren da nur das große Gipfelkreuz, die aufgehende Sonne, die einen schwülwarmen Sommertag ankündigte und ich.
Ich war da – Gott war da und ich konnte spüren, wir er zu mir sagt: ich will mit dir deinen Weg gehen, du bist nicht allein. Mit diesen Eindrücken vom Gipfel geflasht kam ich zur Hütte zurück, in die „irdische Realität“. Getragen von der Zusage, sich an Dinge zu wagen, selber zu tun und sich dabei gehalten und sicher zu fühlen – wie die Jünger im Boot auf dem See. Sie erleben eine lebensbedrohliche Widrigkeit, starken Sturm. Ihre Rettung aus dieser Notlage sehen sie als Wunder an und diese sind nur Gott möglich.
So wünsche ich ihnen Begegnungen mit unserem Gott. Die sind meistens doch nicht mächtig gewaltig, sondern eher still und beständig. Gott ist so groß, dass er auch durch minimalinvasive Eingriffe unsere Lebenswege beeinflusst und uns so Rettung anbietet.
So können wir in der Stille immer wieder staunend erkennen das unser Gott da ist.
Amen
Martin Gotthelf Creutz, aus Döbeln

