Impuls für Dienstag, 04. März 2025

Losung
Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR.
Sacharja 2, 14

Lehrtext
Als Jesus in Jerusalem einzog, erregte sich die ganze Stadt und sprach: Wer ist der?
Matthäus 21, 10

Impuls für den Tag
Sind Sie närrisch? Heute ist Fastnacht. Ein mittelhochdeutsches Wort, das sich immer noch gut erschließt: Es meint den Vorabend vor dem Fasten. Heute hat die Ausgelassenheit noch einmal das Zepter in der Hand, bevor morgen dann die Besinnung ins Regiment treten will. Ganz gleich, ob Sie selbst große Faschingsfreunde sind oder nicht, so hat sicherlich auch der Karneval seine Zeit, mit all den Kostümen und Masken und der ausgelassenen Stimmung, die Gestern und Morgen vergessen macht. Menschen brauchen solche Momente. Sie sollen nicht fehlen. Sie feiern das Leben und sie stiften Gemeinschaft. Sie sind stets kurzweilig, aber sie halten leider auch nicht länger vor. Die Narren und ihre Zeit ziehen ein und ziehen aus. Vielleicht, weil man nicht auf Dauer närrisch bleiben kann. Wenn nun jemand bleiben will, Mitbewohner sein will, wie es die Losung von Gott sagt, braucht es noch mehr, als nur Narretei. Für gemeinsames Leben braucht es Zeiten der Freude und Zeiten der Besinnung, aus denen Besonnenheit wächst. Und die braucht es vor allen Dingen, in Zeiten, in denen einfach zu viele tolle Narren nicht nur den Fasching verrückt machen. Daher, sag nach der Heiterkeit: „Willkommen, liebe Fastenzeit!“

Sebastian Schirmer, Leipzig

Impuls für Montag, 03. März 2025

Losung
Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich’s meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.
Psalm 139,23-24

Lehrtext
Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt.
Matthäus 7,14

Impuls für den Tag
Der Psalm 139 ist mein Lieblingspsalm. Im Sabbatical in Greifswald habe ich ihn für mich auswendig gelernt. So kann ich in allen Situationen an ihn denken und ihn beten.
Die heutige Losung sind die letzten beiden Verse des Psalms, welche die vorhergehenden Worte zusammenfassen und auf einen Nenner bringen. Hier wird die Jahreslosung umgekehrt. Nicht ich prüfe alles und behalte das Gute, sondern Gott soll mich prüfen und sehen, ob ich auf bösem Wege bin und mich auf den Weg zum Leben führen. So ein Prüfen und Erkennen sind für mich auch Gespräche, die ich auf langen Autostrecken mit Mitfahrern führe. Neulich fuhr eine Physiotherapeutin mit, die mit Religion kaum in Kontakt gekommen war.
In Westdeutschland lernt sie nun Klienten kennen, die in einer christlichen Gemeinschaft Halt gefunden haben. Sie erzählte mir, dass sie seitdem Achtung vor der Religion hat. Menschen finden dadurch in einer psychischen Erkrankung schneller Halt und Kraft. Ich wünschte ihr, dass sie den Weg findet, der zum Leben führt. Der sie stärken kann in der psychischen Begleitung von Menschen.

Michael Tetzner, Frohburg

Impuls für Sonntag, 2.3.25

Losung
Der HERR erlöste sie, weil er sie liebte und Erbarmen mit ihnen hatte. Er nahm sie auf und trug sie allezeit von alters her.
[Jesaja 63,9]

Lehrtext
Und siehe, zwei Blinde saßen am Wege; und als sie hörten, dass Jesus vorüberging, schrien sie und sprachen: Ach, Herr, du Sohn Davids, erbarme dich unser!
[Matthäus 20,30]

Impuls für den Tag
Barmherzigkeit ist heute unser Motiv.
In unserem Losungsvers erkennen wir die Verbundenheit Gottes mit seinem geliebten Volk, obwohl es ihm immer wieder den Rücken zuwendet. Jesaja kennt die Natur Gottes. Er weiß, dass Gott kein leidenschaftsloser, gefühlloser Beobachter ist, wenn sein Volk leidet.
Der Abschnitt, in dem unser Lehrtext sich befindet, endet damit, dass Jesus in seiner Barmherzigkeit die Blinden heilt. Er tut das nicht als Wohltäter, sondern als jemand, der an ihrer Not Anteil nimmt.
Und wie sieht es heute aus? Gottes Erbarmen gilt allen Menschen, da ist die Bibel eindeutig. Gott möchte alle Menschen an sein Herz ziehen. Aber er erbarmt sich vielleicht in besonderer Weise über die, die ihn suchen, die ihn anrufen. Barmherzigkeit ist Gottes Wesen. Seine Liebe und sein Erbarmen zeigt sich uns dadurch, dass er uns Weisungen schenkt, dass er uns selber führt. Die Gebote Gottes z.B. sind Zeichen seines Erbarmens. Als Christen dürfen wir uns über diese Weisungen als Weg- weiser für unser Leben freuen. Gebote sind nichts, was uns einengt. Er will uns führen und leiten und seine Weisungen sollen uns ein gutes und erfülltes Leben ermöglichen. Amen.

Thomas Meyer aus Roßwein

Impuls für Samstag, 1.3.25

Losung
Denkt an den Anfang, an das, was schon immer war: Ich bin Gott und keiner sonst, ich bin Gott, und meinesgleichen gibt es nicht.
Jesaja 46,9

Lehrtext
Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.
Offenbarung 1,8

Impuls für den Tag
Justin der Märtyrer, ein Kirchenvater der ersten Christenheit, Philosoph und überzeugter Christ, begründete seinen Glauben gegenüber seiner heidnischen Umwelt gerne mit der Tradition.
Die Spuren des Wirkens Gottes sehe man schon von Anbeginn der Welt. Das Wort Gottes habe schon überall auf der Welt lange vor Jesus gewirkt.
Gott ist ja der Ewige und war schon immer da.

Heute höre ich in der Kirche oft den Ruf nach Innovation. Es muss alles neu werden, damit Menschen zum Glauben finden. Das könnte an manchen Stellen ein Trugschluss sein. Der Prophet Jesaja weist auf die Vergangenheit zurück. Aber nicht, um sie zu glorifizieren, sondern um darin Gottes Wirken zu erkennen. Schauen wir doch auch mal mit solchem Blick auf die Vergangenheit unseres Lebens. Gab es da nicht auch Punkte, wo Gott wirksam war? Vielleicht zunächst unbemerkt und unscheinbar? Wo hat Gott geholfen, und ich sah es erst im Nachhinein?

Bekennen will ich als Christ ähnlich wie Justin: Der schon immer da war, ist mir auch heute und morgen nahe.

Michael Karwounopoulos/Bad Urach

Impuls für Freitag, 28.2.25

Losung
Du hast Menschen über unser Haupt fahren lassen, wir sind in Feuer und Wasser gekommen. Aber du hast uns herausgeführt und erquickt.
Psalm 66,12

Lehrtext
Paulus schreibt: Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, auf dass auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde.
2.Korinther 4,9-10

Impuls für den Tag
Skandal, der
Geschehnis, das Anstoß und Aufsehen erregt (Duden)

Wie anstößig und Aufsehen erregend muss es gewesen sein, als die ersten Christinnen und Christen Jesus zum Gott erklärten. Und wie viel skandalöser noch, als er selbst das tat.
Einer, der Mensch war, der lachte, weinte, wütend und ängstlich war und der Freude, aber auch tiefstes Leid empfand.
Wie skandalös muss es für die Menschen dieser Zeit gewesen sein, einen leidenden Gott vor Augen geführt zu bekommen. In einer Zeit, in der eine Gottheit stark, allmächtig und unantastbar war.
Es berührt mich immer wieder, wenn ich davon lese, wie Jesus litt. Wie die Bibel seine Tränen, seine Angst, sein Gefühl der Gottverlassenheit nicht verschweigt.
Dieser Jesus ist mir nah, wenn ich selbst durch Tiefen gehe.
Gott verhindert unser Leid nicht, aber er geht mit uns gemeinsam da durch. Denn er weiß, wie es sich anfühlt. Er war selbst da.
Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, auf dass auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde.

von Christian Stoll aus Rostock

Impuls für Donnerstag, 27.2.25

Losung
Dient dem Herrn von ganzem Herzen. Und weicht nicht ab; folgt nicht denen, die nichts sind, die nichts nützen und nicht retten können, denn sie sind nichts!
1. Samuel 12, 20-21

Lehrtext
Werdet nicht unverständig, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist!
Epheser 5,17

Impuls für den Tag
In unserem Flur hängt eine Fliese, die wir zur Hochzeit von Freunden geschenkt bekamen: Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen- Josua 24,15. Als wir sie in unserer ersten Pfarrwohnung aufhängten, ahnten wir noch nicht wirklich, was es bedeutet zu dienen und was alles dazu gehört!
Wir erlebten Zeiten, wo es leichter erschien, die Tür des Pfarrhauses geschlossen zu halten.
Wir mussten erleben, wie im offenen Pfarrhaus, das wir ja gern führen wollten, Dinge verschwanden, verschollen blieben, aber auch auf wundersame Weise wieder zurückkehrten. Wir erlebten, wie Menschen Schutz suchten und Pilger Herberge fanden. Ärmer wurden wir dadurch nicht.
Manchmal dachten wir, wir hätten keine Kraft dem Herrn zu dienen, aber wir erhielten sie immer und in dem Moment, als wir sie brauchten. Und wenn wir nicht praktisch etwas tun konnten, konnten wir dennoch beten und Gott um Hilfe bitten.
So denke ich kann jeder dem Herrn dienen, selbst wenn wir nur noch die Hände falten können. Solange wir mit Gott reden, sind wir auch nicht unnütz.

Claudia Tetzner, Frohburg

Impuls für Mittwoch, 26.2.25

Losung
Wer bestimmt den Geist des HERRN, und welcher Ratgeber unterweist ihn?
Jesaja 40,13

Lehrtext
Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist.
Johannes 3,8

Impuls für den Tag
Der Heilige Geist ist und bleibt geheimnisvoll. Und doch wirkt er. Mir hilft der Vergleich mit dem Wind oder auch dem elektrischen Strom sehr. Dabei muss ich gestehen, dass für mich Physikunterricht immer etwas fremd war und ich mit großen Augen zuschaute, wenn ein Experiment funktionierte. So richtig dahinter gestiegen bin ich selten. Aber dass irgendetwas bewegt, in die Luft geht oder auch mal kracht, wenn man bestimmte Gesetze anwendet, das hat mich immer fasziniert, auch wenn ich es nicht alles kapierte.
Das Wirken des Heiligen Geistes lässt sich damit vergleichen. Wir wissen aus der Bibel, dass Gott seinen Geist denen gibt, die ihn bitten und bereit sind, ihn zu empfangen. Und dann kommt er und bläst uns durch – wenn wir es zulassen.
Dabei dürfen wir wissen, dass Gottes Geist kein Ungeist ist, sondern tatsächlich dem Wesen Gottes entspricht. Er ist ein Geist der „Kraft, Liebe und Besonnenheit“ (2. Tim. 1,7).
Es steht seiner Kirche und auch ihren Mitgliedern gut an, wenn sie immer wieder um den Geist Gottes bitten und sich dem Wind des Geistes öffnen: „Komm Heiliger Geist!“

Renate Henke, Meißen

Impuls für Dienstag, 25.2.25

Losung
Der HERR ist meine Macht und mein Psalm und ist mein Heil.

Lehrtext
Psalm 118,14

Impuls für den Tag
Kennen sie das auch? Ich fühle mich so klein und hilflos, wenn ich auf das sehe, was in dieser unserer Welt, im Kleinen und Großen, so passiert. Ich möchte, auf das was passiert, Einfluss haben, es kontrollieren. Dies gelingt jedoch mir eher selten und so zeigen Sorgen und Ängste mir meine Ohnmacht. Das ist alles zu tiefst menschlich.
Gott handelt andere Dimensionen, er ist wahrhaftig allmächtig. Er hat die Macht Leben und die Welt zu ändern. Wir müssen uns bei Gott nicht einschlei- men, wie es bei irdischen Machthabern üblich ist.
Gottes Macht ist größer als unser Verstand denken und unser Herz fühlen kann. Gott ist in der Lage aus unseren krummen und schiefen Dingen ein gelingendes Leben zu machen.
Im Gebet können wir unsere Ohnmacht vor ihn bringen und so seine Macht, seinen Willen erleben. Dann werden wir Wege erkennen, die wir zuvor nicht für möglich gehalten hätten.
In Dankbarkeit dürfen wir uns daran erinnern was Gott Großes an uns getan hat.
Amen

Martin Creutz, Döbeln

Impuls für Montag, 24.2.25

Losung
Ihr trinkt den Wein kübelweise und verwendet die kostbarsten Parfüme; aber dass euer Land in den Untergang treibt, lässt euch kalt.
Amos 6,6

Lehrtext
Betrinkt euch nicht; denn zu viel Wein verführt zu einem liederlichen Lebenswandel. Lasst euch lieber vom Geist Gottes erfüllen!
Epheser 5,18

Impuls für den Tag
Der Prophet Amos (ca. 750 v. Chr.) geht hart ins Gericht mit den regierenden Kreisen im Nordreich Israel. Das Land lebt in Frieden und Wohlstand, Handel und Wirtschaft blühen. Großzügig übersehen die Reichen allerdings Korruption und soziale Ungerechtigkeit. Amos begegnet auf den Straßen Menschen in tiefster Armut während die Reichen in Saus und Braus leben. Voller Empörung übt er Sozialkritik und kündigt das Gericht Gottes an.

Ich schreibe den Impuls einen Tag vor der Bundestagswahl und ich kann nicht umhin, dieses Bibelwort auf die heutige Zeit zu beziehen. Wohin werden wir in den nächsten Jahren steuern?
Aber ich möchte davor warnen, allzu schnell mit dem Finger auf „die da oben“ zu zeigen. Denn: Gehören wir – global betrachtet – nicht selbst zu den Reichen? Leben wir mit unserem Wohlstand nicht auf Kosten von Menschen, die zu Billiglöhnen schuften, die unterdrückt und ausgebeutet werden? Lassen wir nicht zu, dass Menschen vor den Toren Europas wortwörtlich in den Untergang treiben?

Ich kann nur beten: Gott, sei uns gnädig und erfülle uns und die Regierenden mit deinem Geist, damit wir und sie weise Entscheidungen treffen! Amen.

Almut Bieber, Arnsdorf

Impuls für Sonntag, 23. Februar 2025

Losung
So spricht der HERR:
Ich will mich selbst als Wache um mein Haus lagern.
Sacharja 9,8

Lehrtext
Jesus stand auf und bedrohte den Wind und die Wogen des Wassers, und sie legten sich und es ward eine Stille. Er sprach aber zu den Jüngern: Wo ist euer Glaube?
Lukas 8,24-25

Impuls für den Tag
Die Texte des Neuen Testamentes sind keine Legenden oder mytologische Erzählungen. Sie geben wieder, woran sich Menschen erinnerten, die Jesus erlebt haben. Und eine Erinnerung davon ist die erstaunliche Macht von Jesus Christus. Wir werden daran erinnert, mit wem wir es bei Jesus zu tun haben. Er ist der Herr des Himmels und der Erde. Und der, der damals Wind und Wellen gestillt hat, ist auch heute derselbe. Dewegen können wir Hoffnung haben in unseren eigenen Stürmen im Leben. Und deswegen müssen wir nicht ängstlich sein wegen unserer gefährlichen Welt. Und deswegen sind rudern und Wasser schöpfen nicht das einzige, was wir tun können, wenn ein Sturm unser Lebensboot trifft. Wir als die Jüngerinnen und Jünger von Jesus Christus wissen um seine Gegenwart und rechnen mit seiner Unterstützung und Hilfe. Und das wiederum ist ein starkes Zeugnis für Menschen, die Jesus Christus noch nicht kennen. Amen.

Jörg Matthies, Marbach